Rezensionen
CICCO Records
Peter Berliner

Merkur vom 21. April 2008

Merkur – Streicheleinheiten für die SeeleStreicheleinheiten für die Seele

Die Farbe Blau steht für Harmonie, Ruhe und Ausgeglichenheit. Sein Konzert­programm „Blue Room“ verbindet Peter Berliner mit „mentaler Stärke, Einfühlung und Intuition“ - kurzum mit „Energie­austausch“. Mit seiner Mischung aus Klassik, Jazz und World Music bringt Berliner die Seele zum Klingen.

Geretsried - Der Energieaustausch geschah am Freitag im voll besetzten Don-Bosco-Saal der Geretsrieder Pfarrei Maria Hilf auf ganz behutsame Weise. Zusammen mit den Musikern Lajos Sitas (Keyboard, Gesang) .und Steve Cobey (Percussion) begeisterte Peter Berliner seine Zuhörer mit Streicheleinheiten für die Seele. So unterschiedlich wie menschliche Gefühlswelten, so unterschiedlich ist auch die Musik des in Ascholding lebenden Komponisten und Produzenten, die sich gängigen Kategorisierungen versperrt.
Mit einer Mischung aus Klassik, Jazz, World Music und Ethno öffnet Berliner Räume der menschlichen Seele und bringt diese zum Klingen. Dafür benutzte er die sonore Klangfarbe des Didgeridoos oder stimmte mit Sitas in einen mongolischen Obertongesang ein, der den Saal in Schwingungen versetzte.
Berliner sammelte auf Studienaufenthalten in Asien, Indien und Südafrika Erfahrung. Er versteht es, in seinen Kompositionen die außereuropäischen Musiktraditionen - wie afrikanischen Gesang und Mantrenrezitation in der indischen Gelehrtensprache Sanskrit - in seine Songs harmonisch einzubinden. Auch wenn manches Hörerlebnis exotisch war, etwa seine kurze musikalische Darbietung mit einer Morin Khuur, einer mongolischen Pferdekopfgeige. Seine Texte berühren die Fragen der menschlichen Existenz, forschen nach dem Ich, nach den Träumen und handeln von der positiven Energie der Liebe.
Die philosophischen Weisheiten - die Kraft des positiven Denkens wie die Akzeptanz des „SoSeins“ - die Berliner aus seinen Erfahrungen unter anderem mit dem Zen Buddhismus schöpft, betten sich auf den meditativen Klangteppich Sitas' am Keyboard, der sich einfühlsam der Interpretation annahm. Cobey setzte dazu stets die passenden Klangtupfer und bewies mit einem beeindruckenden Schlagzeugsolo im zweiten Teil des Abends , was für Energien bei diesem Wohlfühlsound frei werden.
Doch sind diese Emotionsausbrüche eher selten. Das Spiel der Musiker zeichnet sich durch hohe Konzentration aus - versunken durchschreiten sie ihre eigenen „Blue-Rooms“ – verschlossen dabei aber nie die Tür, um ihre Zuhörer am musikalischen Wellness-Erlebnis teilhaben zu lassen. Der „Energieaustausch“ ging auf, was der begeisterte Schlussapplaus bewies. MIEKE MEIMBRESSE

Ebersberger SZ vom 21. Mai 2007

Ebersberger SZ vom 21. Mai 2007Wellness-Sound in der Endlosschleife
Peter Berliner und Lajos Sitas hüllen mit Meditationsmusik ein

Vaterstetten • Klein und überschaubar war das Publikum und dies passte eigentlich ganz gut zu den stillen Stunden mit der Musik vom Duo Peter Berliner und Lajos Sitas im Vaterstettener Seniorenwohnpark. So war die Atmosphäre freundschaftlich intim und die angebotenen Lebensweisheiten und musikalischen Entsprechungen konnten auf kurzem und direktem Weg ihre Wirkung entfalten. Denn schließlich agiert Komponist, Gitarrist und Sänger Berliner nicht als Guru, der die Massen bewegt, er schöpft vielmehr aus dem sehr privaten Erfahrungsbereich und leitet daraus allgemeingültige philosophische und psychologische Wahrheiten ab. In der Art eines Titelsongs fungierte gleich zu Beginn seine Komposition „I found myself“, umschreibt sie doch seinen eigenen Zustand des „Angekommen seins“. Mit angenehm weicher Stimme ließ er dieser Stimmung ihren ruhig melodiösen Lauf. Gitarrenklänge und Band-Begleitung vom Keyboard sorgten im Hintergrund für einen gefühlvollen Klanghimmel im Soft-Sound. Wellness für die Seele versprach das Duo mit seinem Programm „Blue Room“ denn die Farbe Blau stehe für Stärkung der Intuition, Heilung und gute Energie. Und in diesem Sinne sorgten Songtexte wie „I cry with joy“ oder „Das alles bist du“ für ein positives Denken, erspürten spirituelle Verbindung mit dem Universum, plädierten für die Akzeptanz des „Soseins“' oder verwiesen auf das Leben im Hier und Jetzt. Und die Musik dazu verströmte Ruhe und Harmonie, die vielen Wiederholungen besänftigten wie in einer Endlosschleife und sorgten für den dazugehörigen langen Atem. Das alles wirkte entspannend und geborgen einhüllend. Dem Publikum wurde dabei nichts weiter abverlangt als das ganze Register moderner meditativer Besinnungshaltung: Sich darauf einlassen, alles andere loslassen, die Gedanken ziehen lassen und alles Sein so stehen lassen, wie es ist. Nicht allen Zuhörern gelang dies an diesem Abend: Während mancher zum Höhenflug ansetzen konnte, vermisste der andere die bequeme Liege zum totalen Eintauchen oder bevorzugte statt des Live-Konzerts eine CD für das häusliche Erleben. Zweifellos verfügt das Duo über ein bis ins Detail ausgereiftes Zusammenspiel, auch der Einsatz von Didgeridoo und der zweisaitigen mongolischen Pferdekopfgeige, virtuoses Gitarrenspiel und ein gut in die instrumentalen Klänge eingebetteter Gesang zeugen von gut eingepassten Arrangements in die Vielfalt der musikalische Stile wie Afro, Latin-Jazz und Klassik. Effektvoll fügten sich hier auch Obertongesang und die Beschwörung der Klangkraft des Mantras „Om“ ein. Vielleicht aber ließe ich die Performance noch durch das weise Wort großer Meister vertiefen. SABINE RADLOFF

SZ-Landkreisausgabe – April 2007

Sakrale Lounge-Musik
„Seelenmasseur“ Berliner badet die Zuhörer in Wohlklang

Namasté! hieß es am Donnerstag im Pfarrsaal der Maria-Hilf-Kirche in Geretsried. Fans der Meditationsmusik hatten sich versammelt, um das Konzert des Ascholdinger Musikers und Produzenten Peter Berliner mitzuerleben. Der gebürtige Ost-Berliner hat eine Stimme, die auch zu Folk-Musik ganz gut passen würde. Manche der Lieder, die er auf der akustischen Gitarre begleitet, klingen auch so: „I found myself“- harmonielastiges Klischee à la Chris-de Burgh? Doch das Klischee wird gebrochen. Durch kunstvollen, mongolischen Obertongesang, durch Mantrenrezitation in der indischen Gelehrtensprache Sanskrit, durch Slide-Gitarren-Anklänge wie bei Wenders „Paris, Texas“, durch Laid-Back-Chöre im Pink-Floyd-Style. Peter Berliner kreiert mit seinem Partner Lajos Sitas (Keyboard und Gesang) einen Wohlfühlklang, der sich nicht einordnen lässt. Ist die Vielseitigkeit der einzige rote Faden, der Didgeridooklänge mit dem Klagen der mongolischen Pferdekopfgeige verbindet? Wer sich darauf einlässt, erkennt den ernsthaften Ansatz: er ist bedingungslos positiv, ohne naiv zu sein. Einfach schöne Musik, ganz unverstellt. Ein sanftes, wärmendes Schwingen bei dem man sich selbst nahe kommt. Um dieses Gefühl wieder zu erleben, haben begeisterte Besucher Peter Berliners Konzert in Geretsried bereits zum dritten Mal besucht. B. SCHILLER

Schrobenhausen Journal – März 2007

SZ-LandkreisausgabeSphärischesoterische Performance

Schrobenhausen (tsj) Vor kleinem Publikum präsentierte der Musiker und Texter Peter Berliner mit seinem Partner Lajos Sitas in Edelshausen emotionsbetonte Wohlfühlmusik im Relaxsound zum Leben, Lieben und Genießen - plus Überdosis Seelenbotschaft . „Wir machen gute Energie“, versprach Berliner eingangs.
Hardy Kleinschmidt hat Peter Berliner sein Grünes Yogahaus als Bühne zur Verfügung gestellt für seine Musik, die sich mehr anfühlt als anhört. Das Publikum folgte ihm in den Blue Room, wo man die Hektik des Alltags ablegen und mentale Stärke tanken konnte. Man kennt Peter Berliners Musik, obgleich er selbst hinter den Kulissen verborgen bleibt. Fast täglich im Radio und Fernsehen ist sie zu hören. Der Komponist und Texter hat schon etliche Werbespots musikalisch Leben eingehaucht - Lufthansa, Clarins, BMW und mehr. Als Macher von Filmmusik hat er sich ebenfalls einen Namen gemacht.
Seinem besonderen Faible für sein Lieblingsinstrument die Gitarre ließ Peter Berliner freien Lauf. Feinsinnig, meditativ entwickelte er einen homogenen Gesamtsound. in den sein sensitiver Sprachgesang verschmelzend eingebettet war - gefühlsbetont mit verinnerlichter Ruhe. Von seinem Partner, dem Multiinstrumentalisten Lajos Sitas, mit Gesang, Gitarre, Keyboard und Perkussion aus der Technikkonserve begleitet, entwickelte er eine Klangwolke irgendwo zwischen Chillout, Nujazz und Worldmusic.
Von seinen Studienreisen um die Welt brachte er auch exotische Instrumente wie die eigenwillige Morin Khurr, eine mongolische Pferdekopfgeige, oder Didgeridoos mit. Vom feminin-elfischen Gesang bis zum sonoren Brustton und mongolischen Obertongesang war das Stimmspektrum der beiden Musiker in den Klangteppich eingewebt, unter dem Einfluss von Afro und Latin Jazz sowie Klassik.
Berliners empfindsame Songtexte und Intros reflektieren die persönliche Lebenserfahrung des Musikers - tief schürfend, individuell. Gedanken, Sehnsüchte und Träume, aber vor allem seine Erkenntnisse transportierte er mit seiner sphärisch-esoterischen Performance, die meditativ die Sinne belebte und die Seele wärmte am Lagerfeuer der Klänge.

Tegernsee Zeitung vom 27.11.2006

Tegernsee ZeitungFinesse ohne Fortissimo
Im „BlueRoom“ treffen Keyboard-Flächen -auf Didgeridoo

Tegernsee - Einen Abend ohne dynamische Ausreißer ins Fortissimo, aber mit viel musikalischer Finesse bereiteten Peter Berliner und Lajos Sitas den Zuhörern im Klenzesaal in Tegernsee. In der Konzertreihe „Blue Room“ präsentiert der Profi-Musiker Berliner balladeske Stücke mit viel Spiritualität, die den Zuhörer zum Schwelgen, zum Nachdenken, vor allem aber zum Entspannen anregen.
Die meditative Dimension dieser Musik betonte der Liedermacher gleich zu Beginn seines Gastspiels. Er wünschte seinem Publikum „viel Freude, Entspannung, und viel gute Energie“. Ob die beiden Instrumentalisten einen Großteil des Konzerts die akustischen Gitarren bedienten, ruhte die weitausgreifende, zeitlose Mechanik von „Blue Room“ auf einem synthetischen Arrangement aus Schlagzeug, Percussion, Bass und einer schier unendlichen Bandbreite von sphärischen Keyboard-Flächen, die das tonale Spektrum von tiefen Regionen bis zu den Obertönen wie ein duftender Honig durchzogen.
Atmosphäre schafften mitunter auch reale Soundeffekte wie das Vogelgezwitscher zu Beginn von „Chocolate“. Das Stück reihte impressive Harmonien aneinander, die sich jeglicher eindeutigen emotionalen Analyse entziehen konnten. Weder Dur noch Moll, sondern ambivalent schwebende Akkorde waren hier zu hören, während sich Berliners Akustik-Gitarre virtuose Solo-Pfade durch diese phantastische Klanglandschaft bahnte.
Ein hypnotisch-stoischer Rhythmus, der mal mit vollem Schlagzeug-Sound, mal mit dezenten Percussion-Instrumenten vom Playback untermalt wurde, war charakteristisch für die meisten Kompositionen. Vielfach mischten die Musiker den eingängigen Viervierteltakt mit Rhythmen aus anderen Kontinenten und brauten auf diese Weise einen ganz und gar eigenständigen Ethno Cocktail, der auch dank Berliners Stimme und dem Background-Gesang von Lajos Sitas stets warm und homogen klang.
Dass der Bandleader mitunter aber auch zu Verspieltheit in den Arrangements neigt, .zeigten bei manchen Stücken durchkonzipierte Taktmuster, die in der meditativen Grundstimmung Überraschungseffekte mit ungeraden Schlagzeug-Beats boten.
Perfekt beherrschten beide Musiker nicht zuletzt das Spiel auf dem Didgeridoo: Der erdige, ständig modulierende Klang des australischen Blasinstruments fusionierte im „Blue Room“ mit synthetischen Streichern und Chorälen, mit Gitarren Picking à la Eric Clapton und schuf sich auf diese Weise sein eigenes Klanguniversum, das wie alle Darbietungen des Duos mit viel Applaus belohnt wurde. TOBIAS ÖLLER

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